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Elternzeitreise II Part 3

Nach einer entspannten Zeit auf dem Camping Lutsa ging die Reise weiter. Durch eine Empfehlung unseres Camping-Nachbars Volker sind wir nicht nach Kalamata gefahren, keine schöne Stadt und nichts zum Anschauen. Somit sind wir weiter auf den zweiten Finger gefahren, nach Stoupa, ein kleines süßes Städchen auf der halben Höhe des zweiten Fingers.
Dort fanden wir einen Campingplatz, etwas am Hang und ein bisschen vom Strand entfernt aber nicht ganz so teuer wie die anderen.

Auf dem Weg haben wir noch ein paar schöne Bilder gemacht.

 

Unser Stellplatz für die Nacht:

 

 

Der erste Gang zum Strand, Ernüchterung, ein Strand wie in Italien, Liege an Liege von verschiedenen Betreibern, kein Platz um ein Handtuch hinzulegen. Also nicht die Art unserer Traumstrände. Dafür war das Meer eine schöne Abkühlung, mit kalten Süßwasserquellen die in die Bucht münden.

Wenigstens der Ausblick war schön

Am zweiten Tag haben wir dann einen kleinen Ausflug nach Kardamil gestartet. Ein kleines süßes Steindörfchen etwas oberhalb von Stoupa. In griechischer Pünktlichkeit kam der Taxifahrer nur 1,5 Stunden später und brachte uns für 12€ bis zum nächsten Ort. Zusätzlich konnten wir bei ihm direkt die Rückfahrt buchen wo und wann er uns wieder abholt.

Hier ein paar Eindrücke aus Kardamil

Das nächste Ziel auf unserer Reise war das “”Dimitrios” Shipwreck am zweiten Finger der Peleponnes.
Laut der ersten Bilder schon ein beeindruckendes Schauspiel am Strand. Doch was wir dann dort vorfanden war wirklich überwältigend.

Nach einer kleinen Recherche im Internet:
“Hinsichtlich der verschiedenen Geschichten über das Wrack ich die Ausführungen ehemaligen Vizeadmirals der Küstenwache am schlüssigsten. Demnach müsste das Schiff aufgrund einer schweren Krankheit des Kapitäns anlegen wo es dann noch zu Problemen mit dem Motor, der Finanzierung, der Heuer für die Besatzung und der Versicherung kam. Insgesamt lag die Dimitris von Anfang Dezember 1980 bis Anfang November 1981 im Hafen von Gythio. Dann würde das Schiff aufgrund der Sicherheit für den Hafen auf das Meer geschleppt und geankert. Aufgrund schweren Wetter löste sich die Verankerung und die Dimitros erlitt an ihren heutigen Standort Schiffbruch. “

Zusätzlich konnten wir bei der Anfahrt schon sehen dass auf dem relativ großen Parkplatz ein paar Camper standen und dort wohl auch nächtigen. Nach kurzer Nachfrage bei den deutschen Campern vor Ort war uns klar, hier bleiben wir die Nacht. Unterirdische Süßwasserquellen lassen nach dem frühen Sonnenuntergang hinter dem gegenüberliegenden Berg den ganzen Boden “dampfen”. Somit hatten wir eine sehr entspannte und angenehm kühle Nacht!

Leider mussten wir terminbedingt weiter Richtung Athen, sonst wären wir hier sicher noch 2-3 Nächte verweilt.

Wir waren mit Freunden von Jannis in Athen verabredet. Somit stand eine der weitesten Strecken auf dem Programm, 313km über feinste griechische Autobahn.

Auf dem Weg lag noch ein schönes durch den Mensch geschaffenes Naturschauspiel

Kanal von Korinth

Der Kanal von Korinth ist etwa 6,3 km (3,2 Meilen) lang und hat ein 24 m breites Fahrwasser. Der Kanalbau begann 1881 und dauerte etwa 12 Jahre. Der Kanalbau gehört wohl zu eine der härtesten der Geschichte: man grub sich 84 m Tief durch das Felsgestein. Der Kanal ist nur für kleinere Schiffe geeignet, stellt aber für die Schifffahrt eine große zeitliche und finanzielle Erleichterung dar: der Kanal ersparrt etwa 400 km Seeweg um Peloponnes (die südliche griechische Halbinsel). Er verbindet den Saronischen Golf mit dem Korinthischen Golf.

Wir hatten an diesen Tagen natürlich die große Hitzwelle in Griechenland abbekommen, auf der Strecke nach Athen durften Lea und Lion bei Jannis im klimatisierten Bus Platz nehmen. Im Biberbus hatte es über 40 Grad, dazu eine sehr heiße Autobahn und die Sonne immer im Gesicht. Nach der Fahrt wusste ich, es war besser so, für mich fast die heißeste Tour, die ich mit dem Bus je hinter mich gebracht hatte.

Ziel war Nea Makri, ein Vorort von Athen, in dem es letztes Jahr die heftigen Waldbrände gab. Unsere Gastgeber Gregoris und Marleen konnten letztes Jahr zum Glück ihr Haus retten, nur alle Bäume im Umkreis mussten dran glauben, wie auch so einige Häußer ihrer Nachbarn.

Früher konnte man von hier aus kein Meer sehen, durch die Brände ist nun freie Sicht.

Ein Erlebnis der besonderen Art war es mit einer großen Griechischen Familie griechisch Essen zu gehen. Es gibt keine Karte, braucht man nicht und kaum sitzt man kommt der Kellner und einer bestellt einfach für alle irgendwelche Vorspeisen, Fleischplatten und Hauptgänge. Und natürlich ganz wichtig Tsasiki mit viel Knoblauch. Es war sehr nett und schön die Familie kennenzulernen und sie waren sooooo gastfreundlich, sie kannten nur Jannis Natalie und Neoklis, trotzdem durften wir bei ihnen im Hof stehen, ihr Bad benutzen und sogar unsere Wäsche waschen. Sehr herzliche Menschen! Vielen Dank!

Das wars fürs erste mal wieder von uns Bibers, der Rest folgt in Teil 4.

Liebe Grüße und Danke fürs Lesen!